Sind "Kirchensteuern" wirklich Steuern?

Folgen der falschen Begrifflichkeit für eine Gemeinde von morgen

Steuern sind Leistungen des Steuerpflichtigen, denen er sich schwer oder gar nicht entziehen kann. So kann man zum Beispiel das Zahlen von Grundsteuern in der Regel nur vermeiden, wenn man (aus Deutschland) wegzieht in ein Land, in dem keine Grundsteuer erhoben wird. Umsatzsteuer sparen bedeutet Konsumverzicht. Einkommensteuerzahlungen kann man vermeiden, wenn man auf Einkommen verzichtet.

 

Kirchensteuern vermeidet man dagegen einfach, indem man seinen Austritt aus der Kirche beim Amtsgericht erklärt – sofort und ohne Kündigungsfrist. Danach ändert sich für die Ausgetretenen wenig, außer sie sparen die Kirchenabgaben.

 

In Zeiten der Volkskirche, als es noch zum guten Ton gehörte, zur Kirche zu gehören, war diese Betrachtung sehr theoretisch. Heute allerdings bedarf an vielen Stellen die Zugehörigkeit zur Kirche der Begründung, nicht der Austritt. „Mitglied bin ich da, wo es mir wichtig erscheint“, so die jungen Menschen. Die Kosten-Nutzen Analyse ist allgegenwärtig in unserer Gesellschaft.

Der Referent unterstellt, die meisten Christen - auch viele Mitarbeitende in den Gemeinden - sind sich dieser Frage nicht so recht bewusst, sind nicht daran interessiert oder haben sie verdrängt. Er fragt: Welche Folgen hat diese Analyse für eine Gemeinde von morgen? Was sollen wir heute tun, wenn wir die Gemeinde von morgen schon heute mitgestaltend auf den Weg bringen wollen?

 

Der Vortrag richtet sich an haupt- und nebenamtlich Tätige in der Kirche sowie an alle an dem Thema interessierten Kreise.

Details zum Kursangebot

Erfahrung der Expertin / des Experten

Der Referent ist 1950 geboren, studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Mainz mit Abschluss „Diplom-Volkswirt“ und betreibt heute noch als Steuerberater eine kleine Kanzlei.

Er ist Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Königswinter und Delegierter im Gemeindeverband der Evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis An Sieg und Rhein.

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