Sterbehilfe – welche „Hilfe“?

Sterbehilfe ist ein euphemistischer (?) Begriff für ein grundlegendes Problem, das wieder brandaktuell ist. Der Vortrag versucht, einen Überblick über die Problemlage aus verschiedenen Blickwinkeln zu geben und Diskussionen sowie Reflexion anzuregen.

Sterbehilfe im besten Sinne findet heute in der Palliativmedizin und der Hospizbewegung statt. Sterbehilfe betrifft aber auch das Luxusproblem, dass wir bei brauchbarer Gesundheit nicht nur alt, sondern lebenssatt werden – und dann? Selbsttötung wurde lange als Todsünde betrachtet, heute aber neutral. Suizid ist höchst problematisch - moralisch, psychisch und technisch. Kann und will es unsere Gesellschaft nicht nur erlauben, dass Menschen sich selbst töten, sondern dabei unterstützt werden? Verschiedene Gesetzgeber, das Bundesverwaltungsgericht (1915), das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof (2019) haben dazu Entscheidungen gefällt. Ich versuche einen Überblick über die Problemlage und die Diskussion zu geben. Die TeilnehmerInnen sind gebeten, ihre Informationen und Meinungen einzubringen.

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Erfahrung der Expertin / des Experten

Angeregt durch Kirchentage und die Betreuung einer Person bis zum Tod mit 98 Jahren habe ich mich mit dem Thema intensiv beschäftigt. Im Vortrag "Sterben - wann? woran? wozu?" kommt das Thema Sterbehilfe zu kurz. Viele Recherchen zeigten die dynamische und konfliktreiche Entwicklung in Europa. Daher habe ich es ausgearbeitet.

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