Bewusstsein – völlig überschätzt

Der Mensch charakterisiert sich seit eh und je durch seine Bewusstseinsfähigkeit – die wir Tieren weitgehend absprechen. Was versteht man heute- aus naturwissenschaftlicher Sicht - unter Bewusstsein?

Der Mensch charakterisiert sich seit eh und je durch seine Bewusstseinsfähigkeit – die wir Tieren weitgehend absprechen. Als Biologe sehe ich die unbewussten, „tierlichen“, geistigen Fähigkeiten deutlicher. Daraus ergibt sich zunächst die Frage: Was versteht man heute (naturwissenschaftlich) unter Bewusstsein? Es gibt nur Annäherungen. Die Bereiche sind sehr eng miteinander verknüpft und eine Hauptschwierigkeit ist auch aus naturwissenschaftlicher Sicht, „Ich“, „freier Wille“, „Bewusstsein“, „Entscheidung“ usw. klar zu trennen.

Im persönlichen und gesellschaftlichen Rahmen stellt man bei genauerem Hinsehen fest, bei wie vielen Handlungen wir nicht in der Lage sind, bewusst / rational zu handeln. Das möchte ich an Beispielen ausführen und in einen größeren Kontext stellen. Meine These lautet: Wir entscheiden viel mehr unbewusst als uns bewusst ist und das ist kein Fehler, sondern eine Qualität.

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Erfahrung der Expertin / des Experten

Seit meinem Studium Anfang der 70er Jahre beschäftige ich mich mit Neuro- und Verhaltensbiologie.

Die Diskussion um die Gehirnfunktion, bildgebende Methoden, den freien Willen, Konstruktivismus in der Pädagogik habe ich intensiv verfolgt und an verschiedenen Stellen (VBIO, Vorträge, Diskussionen) begleitet.

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